Peter Paillou
(1757 - 1831 oder 1832)

Eine persönliche Note gab manchmal die Art des Bandes, an dem die Miniatur am Handgelenk getragen wurde. War es aus Haar geflochten, wurde dadurch der emotionale Bezug mit dem auf der Miniatur dargestellten Menschen verstärkt. Ein besonders schönes Beispiel zeigt unter einem goldenen Klappdeckel das Bildnis eines älteren Mannes. Abgebildet ist er in blauer Jacke, weißem Hemd und hellblau abgesetzter Weste. Am Jackett trägt er einen Orden.

Wasserfarbe auf Elfenbein, Höhe 42 mm



Gervase Spencer
(ca. 1715 – 1763)

Bei den Damen im 18. Jahrhundert war es Mode, ein Bild ihres Liebsten oder eines Kindes am Handgelenk zu tragen. Übrig geblieben sind heute fast nur noch die Armbandschließen.

Diesen Herrn in blauer Samtjacke mit Goldknöpfen und Stickerei malte Gervase Spencer 1759. Er begann seine berufliche Laufbahn als Diener, verlegte sich aber später auf die Miniaturmalerei und wurde ein sehr erfolgreicher und produktiver Künstler. Spencer arbeitete sowohl in der Email- als auch in der Wasserfarbentechnik. Seine Werke sind alle sehr kleinformatig und fast ausnahmslos monogrammiert und datiert.

Emaille, Höhe 32 mm






Abraham Seaman
(tätig 1724 - 1731)

Abraham Seaman hat bei Christian Friedrich Zincke das Malen in Emaille-Technik gelernt. Sein Porträt dieses Herrn in grauer Jacke mit hellblauer Weste ist in einer üppigen Armbandschließe gefasst.

Emaille, Höhe 45 mm






Samuel Shelley
(1750 – 1808)

Dieses Porträt einer älteren Dame ist als Brosche gefasst. Die Rückseite schmücken Haarlocken der Dargestellten. Die Dame trägt ein weißes Kleid mit blauem Band. Ihre gepuderten Haare werden durch ein weißes Tuch gehalten. Shelley war bekannt, dass seine Porträts den Abgebildeten schmeichelten. Er malte mit Strichen, Punkten und weichen Konturen.

Wasserfarbe auf Elfenbein, Höhe 63 mm



Richard Schwager
(1822 – 1880)

Schwager kam nach einer Apothekerlehre 1847 zum Studium an die Akademie der Bildenden Künste in Wien und schloss sich dem Kreis der Miniaturmaler um Moritz Michael Daffinger an. Seine Kunden gehörten mehrheitlich zum Bürgertum und zum Adel. Auch Kaiser Franz Joseph I. beauftragte ihn, u.a. mit einem Porträt von Kaiserin Elisabeth (Sisi). Schwager war k.k. Hofmaler und bereiste viele Länder in Europa. Besonders beliebt waren seine Bildnisse von Kindern.

In diese Brosche ist das Porträt eines Kindes in rotem, weiß abgesetztem Kleid mit kurzem braunem Haar eingepasst.

Wasserfarbe auf Elfenbein, Höhe 46 mm






Das Porträt zeigt eine junge Dame mit Hochsteckfrisur, reichem Perlenschmuck an einer Rose in ihrer Hand riechend.

Der Jugendstilrahmen mit Broschierung wurde später hinzugefügt.

Wasserfarbe auf Elfenbein, Höhe 20 mm



Diese ausgefallene Goldbrosche mit Perlen hat ein drehbares Innenteil: auf einer Seite das Porträt einer Dame mit einer Miniatur an einer Kette, auf der anderen Seite das Taj Mahal in Agra. Dieses Grabmal baute Shah Jahan für seine früh verstorbene große Liebe Mumtaz. Es gilt als Symbol unendlicher Liebe; genau das wollte sicher der Auftraggeber dieser Miniatur ausdrücken.

Gemalt wurde die Miniatur im Company Stil, einer in Indien entwickelten Malweise für Miniaturen.
Wasserfarbe auf Elfenbein, Höhe 33 mm






Mary Anne Nichols
(1813 - 1870)

Auf dieser Brosche aus dem Jahre 1852 wurde das Porträt eines Herrn in Kameen-Technik gemalt.

Mary Anne Nichols war bekannt für ihre Miniaturen in dieser Technik.

Wasserfarbe auf Elfenbein, Höhe 50 mm



Mutter und Tochter sind auf dieser doppelseitigen Miniatur vereint. Die zughörige lange Kette aus geflochtenen Haaren, vermutlich die der Mutter, trägt die Tochter auch auf dem Porträt. Entstanden sind die Bilder ca. 1840 in Schottland.
Wasserfarbe auf Elfenbein, Höhe je 55 mm







William Prewett
(tätig 1733 - 1750)

Prewett hat diesen Herrn in grauer Jacke, weißem Hemd und gepuderten Haaren in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gemalt. Er war ein Schüler Zinckes und einer der besten Emaillemaler seiner Zeit. Seine Werke sind sehr selten.

Emaille, Höhe 48 mm
Italien
ca. 1870

Kameenarmband aus Lavagestein mit 6 handgeschnitzten Porträts italienischer Maler. Die Namen sind auf den Rückseiten eingraviert. Von links: Tiziano/ unleserlich/ Raffaello/ Giotto/ unleserlich/ Correggio

Die Dame, die dieses Armband zu seiner Entstehungszeit um 1870 trug, war modisch ganz auf der Höhe, denn die Kamee galt im 19. Jahrhundert als Inbegriff antiker Schönheit.

Lava-Kameen, Durchmesser je 25 mm






Dieser Goldring mit dem Porträt eines Herrn in roter Jacke und gepuderter Perücke stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert.

Emaille, Durchmesser 20 mm






Ein besonders aufwändig gearbeiteter Goldring mit drehbarem Mittelteil entstand um 1770 und zeigt auf der einen Seite Kaiserin Maria Theresia von Österreich und auf der anderen ihren Gatten Kaiser Franz I. Stephan. Die Malerei auf Elfenbein ist durch stark gewölbte Bergkristalle geschützt. Umrahmt werden die Porträts durch einen Kranz von Barockperlen.

Wasserfarbe auf Elfenbein, Durchmesser je 13 mm






William Bishop Ford
(1832 - 1922)

Schon als die Photographie etabliert war, malte William Bishop Ford Miniaturporträts in Emaille-Technik auf Porzellan, Kupfer und Gold. Seine Spezialität waren Tierporträts. Hier sehen wir einen Herdenhund, der eine Krawattennadel schmückt. Der Hund ist auf sein Ziel fokussiert.

Emaille, Durchmesser 19 mm, passendes Lederetui
Englische Schule, 1843


Die Miniatur eines Kindes mit blonden Haaren und blauen Augen ist der Mittelpunkt eines zarten Armbandes.
Der Deckkarton der Rückseite ist beschriftet und datiert „Austin / Feb. 1843“.
Wasserfarbe auf Elfenbein; 24 * 18 mm